Glossar

Dieses Glossar soll Erklärungen und Hilfe im "Dschungel" der Fachbegriffe bieten, hat jedoch nicht den Anspruch vollständig zu sein. Der Umfang des Glossar wächst ständig, Begriffe, die Sie heute nicht finden, stehen vielleicht nicht gerade schon morgen, aber unter Umständen nächste Woche zur Verfügung. Wir bemühen uns möglichst einfach und dennoch fachlich kompetent zu erklären. Sollte sich Fehler eingeschlichen haben, sind wir für eine kurze eMail dankbar! Für die Richtigkeit der gemachten Angaben können wir jedoch keine Verantwortung übernehmen.

Alle Begriffe sind alphabetisch geordnet. Um bestimmte Begriffe zu finden, verwenden Sie bitte die Suchfunktion Ihres Browsers. Diese Suchfunktion beschränkt sich auf die momentan angezeigte Seite einer Homepage. In der Regel finden Sie diese unter dem Menüpunkt BEARBEITEN => SUCHE oder unter Verwendung der Tastenkombination STRG+F.
Access Point:
bezeichnet die Sende- und Empfangsstationen in Breitband-Funknetzen. Die Lage und Ausführung der Acces Points beeinflußt wesentlich die Qualität des Funknetzes. Zur Auswahl und Positionierung von Access Point sollte jedenfalls eine Funkmessung vorgenommen werden.

ACR:
steht für Advanced Code Reconstruction; bildet bei DATALOGIC die Kerntechnologie für Omnistationen und verbessert die Leseergebnisse bei schlecht gedruckten, beschädigten oder unausgerichteten Strichcodeetiketten.

ASCII:
Abkürzung für American Standard Code for Information Interchange; Daten im ASCII Dateiformat lassen sich praktisch zwischen allen EDV Systemen austauschen. Einige TTR / TD Drucker können direkt über ASCII angesprochen werden. Barcodeleser geben in der Regel ASCII Dateien aus.
ASCII wurde 1968 mit der Absicht entwickelt, Datenübertragung zwischen divergierenden Hardware- und Software-Systemen zu standardisieren. Das Codierungsschema ordnet jedem Zeichen aus dem standardisierten Zeichensatz eine Zahl zu. Zur Codierung werden 7 oder 8 Bit (erweiterter ASCII) verwendet, wodurch bis zu 256 Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen, Steuerzeichen und andere Symbole) darstellbar sind. Die ersten 32 Zeichen sind für Steuerzeichen reserviert. Ein erweiterter ASCII-Code ist ein Satz von Zeichen, der den ASCII- Werten zwischen dezimal 128 und 255 (hexadezimal: 80hex bis FFhex) zugeordnet ist. Er kommt beim PC zum Einsatz.

A/D Wandler: 
Akronym für Analog/Digital-Wandler; Bei der A/D Wandlung werden die von den einzelnen Pixel des CCD-Sensors erzeugten Spannungssignale in digitale Werte umgewandelt.

Baud (oder auch  bps)
ist ein Maß für die Geschwindigkeit der Datenübertragung, z.B. bit/s oder Mbit/s.

Breitbandfunk (= Spread Spectrum Technology):
Der für die Übertragung verwendete Frequenzbereich wird im Vergleich zum => Schmalbandfunk erweitert; dadurch wird die Störanfälligkeit erheblich vermindert. Diese "Bandspreizung" geschieht in der Praxis auf zwei Arten:
Bei FHSS (= Frequency Hopping Spread Sprectrum) wird der Frequenbereich 2,4 GHz-Band in 79 Kanäle mit je 1 MHz Bandbreite aufgeteilt. Zum Datenübertrag wird eine zufällige Reihenfolge vereinbart, entsprechend der alle 100 msec die Frequenz gewechselt wird. Kommt ein Datenpaket nicht an, wird es auf einem anderen Frequenzbereich wiederholt. Eine Signalverfolgung durch Unbefugte ist dadurch kaum möglich; der Datenübertrag ist kaum störanfällig.
Die zweite Methode ist jedoch in der Praxis weiter verbreiten: Bei DSSS (=Direct Sequence Spread Sprectrum) werden nur drei Sequenzen verwendet, die sich nicht überschneiden. Die Daten werden in Bit-Fragmente "aufgespreizt", so dass sie für Unbefugte im normalen Rauschen verschwinden. Die Übertragungsrate kann bis 11 Mbit/s betragen. Zwischenzeitlich hat sich der Standard 802.11B HR durchgesetzt.

CCD:
Abkürzung für Charge Coupled Devise; elektronisches Bauteil, das in Scannern und Videokameras eingesetzt wird. Ein CCD-Sensor besteht aus einer Vielzahl winziger Fotodioden. Das Aufnahmemotiv (z.B. ein Barcode) wird bruchstückhaft erfasst - ähnlich wie die "Bildverarbeitung" eines Facettenauges von Insekten - und in ein analoges Spannungssignal umgewandelt. Durch die => A/D Wandlung wird der analoge Spannungswert für jedes Pixel in einen digitalen Helligkeitswert umgesetzt. Bei => CCD-Scannern werden hauptsächlich CCD Zeilensensoren eingesetzt.

CCD-Scanner:
Bei einem CCD-Scanner wird der Barcode durch ein aufwendiges Objektiv auf das CCD-Array projiziert. Durch eine serielle Abfrage der einzelnen Pixel wird die Reflexion des abgebildeten Strichcodes gemessen und elektrisch als Impulszug nachgebildet. Dieser Impulszug wird durch einen eingebauten Dekoder ausgewertet. Ein großer Vorteil von CCD-Scannern besteht darin, dass keine mechanischen Teile (wie bei einem Laserscanner in Form eines Schwenkspiegels) vorhanden sind. In der Regel sind die CCD-Scanner dadurch robuster. Ein Nachteil ist die eingeschränkte Leseweite von CCD-Scannern.

CCG:
Abkürzung für Centrale für Coorganisation Gmbh; die CCG ist für die Pflege und Vergabe der europäischen Artikelnumerierung => EAN in Deutschland zuständig.

CODABAR:
spezieller numerischer Code mit sechs zusätzlichen Sonderzeichen, ursprünglich als Auszeichnungscode für den Einzelhandel entwickelt. Zwischenzeitlich Standardcode im Gesundheitswesen (z.B. Auszeichnung von Blutkonserven); weitere Anwendung: Kennzeichnung von Auftragstaschen für Fotolabors. D

Zeichenvorrat des CODABARs: 0,1,2,3,4,5,6,7,8,9,$,:,/,.,+

Code 128:
kompakter alphanumerischer Code, der den vollen => ASCII Zeichensatz ohne Zeichenkombinationen darstellen kann. Der Code 128 verwendet dazu intern drei verschiedene Zeichensätze (Typ A, Typ B und Typ C). Je nach Anforderung wird entweder ein bestimmter Typ oder eine Vermischung der Typen untereinander verwendet. Der Code 128 wird hauptsächlich in der verarbeitenden Industrie, in der Logistik und im Automotiv-Sektor verwendet. Jedes Zeichen besteht aus 11 Modulen, unterteilt in drei Striche und drei Lücken. Die Striche bestehen immer aus einer geradzahligen Anzahl von Modulen (gerade Parität), die Lücken aus einer ungeradzahligen Anzahl von Modulen.

Zeichenvorrat des Code 128: 128 ASCII Zeichen, 4 Sonderzeichen, 4 Steuerzeichen, 3 Startzeichen, 1 Stoppzeichen.
Prüfziffernberechnung: nach Modulo 103

Code 2/5 Interleaved:
(= Code 2/5 überlappt); ein weitverbreiteter Vertreter der Code 2/5 Familie in der Autoindustrie, Warenlager, Paletten, Schiffscontainer und Schwerindustrie. Bei der Code 2/5 Familie handelt es sich um => selbstüberprüfende numerische Codes. Die Bezeichnung 2/5 (gesprochen: Zwei aus fünf) leitet sich davon ab, dass fünf => Elemente pro Nutzzeichen verwendet werden. Zwei dieser fünf ("zwei aus fünf") sind breite Elemente, die restlichen drei Elemente sind schmal. Der Zusatz INTERLEAVED (= Überlappung) bezieht sich darauf, dass Nutzzeichen an gerader Position durch eine Lücke und an ungerader Position durch einen Balken dargestellt werden. Der Vorteil dieser Darstellung ist eine hohe Informationsdichte, der Nachteil die Tatsache, dass Nutzzeichen nur paarweise dargestellt werden können. Besteht die zu verschlüsselnde Information aus einer ungeraden Anzahl von Nutzzeichen, wird entweder eine führende Null oder eine => Prüfziffer verwendet.

Zeichenvorrat des Code 2/5 Interleaved: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 0
Prüfziffernberechnung: nach Modulo 10

Code 39:
Sehr verbreiteter Code in der verarbeitenden Industrie, Logistik, Universitäten und Büchereien. Dient zur Darstellung alphanumerischer Zeichen (= Ziffern und Buchstaben). Sehr sicherer Codeaufbau. Der Zeichensatz umfasst 43 Zeichen, wobei die Buchstaben nur als GROSSBUCHSTABEN verwertbar sind. Jedes Zeichen besteht in der Barcodedarstellung aus 9 Elementen (5 Balken und 4 Lücken), drei der => Elemente sind breit, sechs sind schmal. .

Zeichenvorrat des Code 39:
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 0, A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z, -, ., Space, $, /, +, %
Prüfziffernberechnung: nach Modulo 43

Code 39 (reduzierter Zeichensatz):
Untermenge des => Code 39. Dient zur Darstellung alphanumerischer Zeichen (= Ziffern und Buchstaben). .

Zeichenvorrat des Code 39:
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 0, A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X, Y, Z

Code 39 (FULL ASCII):
Erweiterung des => Code 39. Dient zur Darstellung alphanumerischer Zeichen (= Ziffern und Buchstaben) und ermöglicht die Darstellung des kompletten => ASCII Zeichensatzes.

Code EAN 8:
Der 8stellige EAN Code ist für kleinvolumige Artikel gedacht und beinhaltet spezielle Kurznummern, die über die => CCG verwaltet werden.
Prüfziffernberechnung: nach Modulo 10 

Code EAN 13:
Der Code wurde in den 70er Jahren explizit für den Lebensmittelhandel entwickelt; heute dient er als reiner Handelcode
Prüfziffernberechnung: nach Modulo 10

Comprehensive Coverage Service:
Serviceleistung von Motorola / Symbol für diverse Scanner, die optional angeboten wird. Sämtliche Schäden am Gerät werden übernommen, solange eine der Kernkomponenten "Scan Engine", "Display", "Motherboard"  oder "Gehäuse" intakt ist. Gültigkeit: Seriennummernbezogen; Registrierung muss innerhalb von 30 Tagen nach Kauf des Scanners erfolgen. Je nach Leistungsstufe sind unterschiedliche Reaktionszeiten möglich

Data Matrix Code:
Der Data Matrix Code wird häufig als 2D-Code bezeichnet. im Gegensatz zu "normalen" Barcodes (auch 1D-Codes genannt) wird die Information in einzelnen Zellen verschlüsselt. Diese Zellen sind - ähnlich einer Tabelle - in Zeilen und Spalten angeordnet.
Die Größe eines Data Matrix Codes (auch SYMBOL genannt) - hängt nicht von der zu verschlüsselnden Datenmenge ab, sondern von der Anzahl der zu verwendenen Zellen und der Auflösung des eingesetzten Druckers. Data Matrix Codes werden als Bild erfasst; die Ausrichtung eines Data Matrix Codes spielt für die Erfassung keine Rolle.

DPM:
Steht für die Abkürzung des englischen Begriffs "Direkt Part Marking". Die Kennzeichnung erfolgt direkt auf dem Werkstück, nicht über einen Datenträger wie z.B. ein Etikett. Gängige Methoden sind die Markierung über Laser oder über das Nadelprägverfahren

DSSS: (=Direct Sequence Spread Sprectrum): => siehe Breitbandfunk

EAN:
European Article Numbering (= Europäische Artikelnumerierung); Weiterentwicklung des => UPC Codes, der in den USA 1973 eingeführt wurde. Heute stellt der UPC Code eine Untermenge der EAN Codes dar. Jede Ware für den Groß- und Einzelhandel benötigt eine EAN Nummer, die von der => CCG vergeben wird. Diese Nummer wird als EAN Code auf der Umverpackung der Ware aufgebracht. Der EAN Code ist in Stellenanzahl, Größe und Toleranz genau festgelegt. Man unterscheidet zwischen einer 13stelligen (siehe => Code EAN 13) und 8stelligen Variante (siehe => Code EAN 8).

ERP:
Enterprise Resource Planning; ERP-Systeme umfassen alle Softwarepakete, die unternehmensweite Vorgänge wie Controlling, Finanzbuchhaltung, Einkauf, Materialwirtschaft u.a. integrieren. Sie sind belegorientierte Transaktionssysteme, die dabei im wesentlichen den Ist-Zustand abbilden und historische Daten verwalten.

FHSS: (= Frequency Hopping Spread Sprectrum): => siehe Breitbandfunk

FINGERPRINT:
Programmiersprache auf BASIC Basis von INTERMEC bzw. UBI Druckern. FINGERPRINT erlaubt die Entwicklung von Druckerprogrammen mit Entscheidungslogik (z.B. IF => THEN Abfragen). In der Praxis kann dies ein entscheidender Vorteil gebenüber anderen Druckersprachen sein. Zum Beispiel können Informationen von SPS Steuerungen, Scannern, anderen Druckern etc. etc. über entsprechende Schnittstellen des Druckers empfangen und weiterverarbeitet werden. (Beispiel: Informationen werden als STRING an den Drucker übergeben, ein FINGERPRINT Programm sucht nach bestimmten Zeichen. Stimmen diese Zeichen mit vorgegebenen Informationen im Drucker überein, gibt der Drucker ein Etikett aus. Besteht keine Übereinstimmung leitet der Drucker die empfangene Datei an ein anderes Gerät weiter oder gibt eine entsprechende Meldung am Display aus.) "Normale" Drucker können eine derartige Aufgabenstellung nicht bewältigen; dieses müßte z.B. ein PC Programm übernehmen. Ein FINGERPRINT Drucker spart u.U. einen kompletten PC Arbeitsplatz ein.

Funkmessung: Eine Funkmessung umfasst im Wesentlichen folgende Punkte:
Festlegung der Funktechnik, die zum Einsatz kommen soll
Bestimmung der Montageorte für =>Access Points
Berücksichtigung der einzulagernden Ware
Bei Schmalband Ermittlung von Störern erforderlich
Breitbandfunk: Berücksichtigung des Netzwerkes, in das die Access Points eingebunden werden
Messung der Güte der Übertragungsstrecken
Übertragungssicherheit bei => Roaming
Messung bei geringerer Sendeenergie als im späteren Echtbetrieb
Alle erfassten Daten werden in einem Plan festgehalten und dem Kunden zur Verfügung gestellt.

IrDA:
Abkürzung für Infrared Data Associations; IrDA stellt zugleich einen Standard für die Infrarot-Datenübertragung dar. IrDA 1.0 erlaubt Transferraten bis 115 Kbps (siehe => bps), Fast IrDA bis zu 4 Mbps. IrDa Schnittstellen werden häufig zum Datenübertrag zwischen mobilen Scannern und deren Übertragungsstationen verwendet (Vorteil: keine anfälligen Steckkontakte notwendig)

IPxy:
Internationale Schutzklassen (= International Protection) für Systeme wie z.B. Barcodescanner, Handheld, IPCs etc., die die Belastung durch die herrschende Arbeitsumgebungen definieren. Die Schutzklassen werden in IP-Normen (EN 60529) angegeben. Eine zweistellige Ziffernkombination gibt jeweils den Schutzgrad an: Üblich für Scanner in rauer Industrieumgebung ist z.B. die Schutzklasse IP54 staubgeschützt + geschützt gegen Spritzwasser

Die ERSTE ZIFFER >> Schutzklasse gegen das Eindringen von Fremdkörpern

0 kein Schutz
1 Geschützt gegen feste Fremdkörper 50mm Durchmesser und größer: Das Testobjekt (Kugel 50mm) darf nicht vollständig eindringen
2 Geschützt gegen feste Fremdkörper 12 mm Durchmesser und größer: Das Testobjekt (Kugel 12 mm) darf nicht vollständig eindringen
3 Geschützt gegen feste Fremdkörper 2.5mm Durchmesser: Das Testobjekt (Kugel 2.5mm) darf nicht eindringen
4 Geschützt gegen feste Fremdkörper 1mm und größer: Das Testobjekt (Kugel 1mm) darf nicht eindringen
5 Staubgeschützt: Das Eindringen von Staub darf das Arbeiten des Gerätes oder die Sicherheit nicht beeinträchtigen
6 Staubdicht: Kein Eindringen von Staub bei einem Unterdruck von 20mbar

Die ZWEITE ZIFFER >> Schutzklasse gegen das Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit.

0 Kein Schutz
1Geschützt gegen Tropfwasser: Senkrecht fallende Tropfen dürfen keine schädlichen Wirkungen haben
2 Geschützt gegen Tropfwasser wenn das Gehäsue bis zu 15° geneigt ist: Senkrecht fallende Tropfen dürfen keine schädlichen Wirkungen haben, wenn das Gehäuse um einen Winkel bis zu 15° beiderseits der Senkrechten geneigt ist
3 Geschützt gegen Sprühwasser: Wasser, das in einem Winkel bis zu 60° beiderseits der Senkrechten gesprüht wird, darf keine schädlichen Wirkungen haben
4 Geschützt gegen Spritzwasser: Wasser, das aus jeder Richtung gegen das Gehäuse spritzt, darf keine schädlichen Wirkungen haben
5 Geschützt gegen Strahlwasser: Wasser, das aus jeder Richtung als Strahl gegen das Gehäuse gerichtet ist, darf keine schädlichen Wirkungen haben
6 Geschützt gegen starkes Strahlwasser: Wasser, das aus jeder Richtung als starker Strahl gegen das Gehäuse gerichtet ist, darf keine schädlichen Wirkungen haben
7 Geschützt gegen die Wirkungen beim zeitweiligen Untertauchen in Wasser: Wasser darf nicht in einer Menge eintreten, die schädliche Wirkungen verursacht, wenn das Gehäuse unter genormten Druck- und Zeitbedingungen zeitweilig im Wasser untergetaucht ist
8 Geschützt gegen die Wirkungen beim dauernden Untertauchen in Wasser: Wasser darf nicht in einer Menge eintreten, die schädliche Wirkungen verursacht, wenn das Gehäuse dauernd unter Wasser getaucht ist unter Bedingungen, die zwischen Hersteller und Anwender vereinbart werden. Die Bedingungen müssen jedoch schwieriger sein als für Kennziffer 7

KDU:
Keyboard Display Unit; optinale Tastatur für ELTRON bzw. ZEBRA Drucker. Die Tastatur ist ca. 20 cm breit und 10 cm tief und verfügt über eine zweizeilige LCD Anzeige. Über die KDU können variable Daten vor dem Druck von Etiketten eingegeben werden. Dadurch ist der Anwender in der Lage an Plätzen ohne PC oder Terminalanschluß variable Etiketten zu erzeugen. Die KDU kann dazu genutzt werden Startwerte für Seriennummern einzugeben, die fortlaufend direkt vom Drucker erzeugt werden. Zusätzlich bietet die KDU noch eine Anschlußmöglichkeit für Scanner.
LAN:
Local Area Network; Kleinerer Verbund von Rechnern, der nicht über eine Leitung mit der Aussenwelt verbunden ist. Sie umfassen in der Regel Rechner innerhalb eines Gebäudes oder eines Gebäudekomplexes.

Modulo: ein bestimmtes Berechnungsverfahren; siehe => Prüfziffer

Modulo 10 / Wichtung 3:
Berechnungsverfahren zur => Prüfziffer-Berechnung z.B. bei der Codefamilie 2/5 oder bei => EAN-Codes;
BERECHNUNG DER PRÜFZIFFER MODULO 10, WICHTUNG 3 // BEISPIELSWERT 50891
ZIFFERNFOLGE: 5 0 8 9 1
WICHTUNG 3
=> 1. Schritt: alle ungeradzahligen Stellen werden mit "3" multipliziert und anschließend addiert
=> 2. Schritt: alle geradzahligen Stellen werden addiert
SUMME UNGERADZAHLIGE STELLEN: (5*3) + (8*3) + (1*3) = 42
SUMME GERADZAHLIGER STELLEN: 9
BEIDE ERGEBNISSE WERDEN ADDIERT: 42 + 9 = 51
MODULO 10 : 51 Mod. 10 = 1 (=> 51/10 = 5 Rest 1)
DIFFERENZ zu 10 : 10 - 1 = 9 (= PRÜFZIFFER)

Modulo 43:
Berechnungsverfahren zur => Prüfziffer-Berechnung beim => Code 39; Jedem darstellbaren Zeichen aus dem Zeichenvorrat für den Code 39 ist eine Zahl zugewiesen. Die jeweiligen Zahlenwerte der einzelnen Zeichen der zu codierenden Zeichenfolge werden addiert und durch 43 dividiert. Dem Rest der Division wird das entsprechende Zeichen aus dem Zeichenvorrat für den Code 39 zugewiesen. Dieses Zeichen wird als Prüfziffer dargestellt.

Zuordnung der Zahlenwerte zum Zeichenvorrat des Code 39: [Zeichen (Zahlenwert)]
1 (1), 2 (2); 3 (3), 4 (4), 5 (5), 6 (6), 7 (7), 8 (8), 9 (9), 0 (0)
A (10), B (11), C (12), D (13), E (14), F (15), G (16), H (17), I (18), J (19), K (20), L (21), M (22), N (23), O (24), P (25), Q (26), R (27), S (28), T (29), U (30), V (31), W (32), X (33), Y (34), Z (35), - (36), . (37), Space (38), $ (39), / (40), + (41), % (42)
BERECHNUNG DER PRÜFZIFFER MODULO 43 // BEISPIELSWERT NETZTEAM01
ZEICHENFOLGE: NETZTEAM01
SUMME DER ZUGEHÖRIGEN ZAHLENWERTE: 23 + 14 + 29 + 35 + 29 + 14 + 10 + 22 + 0 + 1 = 177
MODULO 43 : 177 Mod. 43 = 5 (=> 177/43 = 4 Rest 5)
PRÜFZIFFER = 5

Multi-Point Konfiguration:
Mehrere Scanner werden einer Empfangsstation zugeordnet. An z.B. eine Empfangsstation eines DATALOGIC DLL6010-R können bis zu 32 Geräte angeschlossen werden. Die Geräte werden so konfiguriert, dass bei einem Datenübertrag eine EINDEUTIGE Kennung mitgegeben wird. Dadurch wird festgehalten, welcher Scanner welchen Dateninhalt schickt. Eine Alternative dazu ist die => Point-to-Point-Konfiguration

Narrow band: => siehe Schmalbandfunk

PCMCIA:
Personal Computer Memory Card International Assoziation; eine Institution, die den PC Karten Standard definiert und aktualisiert; zur Zeit gibt es drei Bauhöhen, Typ I (= 3,3 mm), Typ II (= 5 mm) und Typ III (= 10,5 mm). Daneben existieren die Busbreiten 16 Bit und 32 Bit.

POS: Point of sale; Neudeutsch für Kassenarbeitsplatz oder Arbeitsplatz in einem Verkaufsraum.

Point-to-Point Konfiguration:
1 : 1 Zuordnung eines Scanners zu jeweils einer Empfangsstation, die in der Regel per RS232 Schnittstelle mit einem PC / Terminal verbunden ist. Im Prinzip die gleiche Verbindung wie bei kabelgebundenen Scannern; das Kabel wird durch Funk ersetzt. Eine Alternative dazu ist die => Multi-Point-Konfiguration

ppm:
parts per million; Angabe von sehr kleinen Abweichungen . Ein ppm entspricht einer Abweichung von 0,0001% (= 10 hoch -6)

PPS:
ProduktionsPlanung und Steuerung; Die Produktionsplanung umfaßt die Produktionsprogrammplanung, Mengenplanung, Termin- und Kapazitätsplanung. Die Produktionssteuerung schließt Auftragsveranlassung und Auftragsüberwachung ein. PPS-Systeme sind vorrangig auf die innerbetrieblichen Belange eines einzelnen Unternehmens ausgelegt.

Prüfziffer:
Ein oder mehrere Zeichen zur Erkennung von => Substitutionsfehlern beim Lesen von Barcodes. Die Prüfziffer wird nach verschiedenen Berechnungsmethoden errechnet. Am gebräuchlichsten ist die Berechnung nach MODULO 10 / Wichtung 3 (wird bei EAN Codes und Codes der 2/5 Familie eingesetzt.)

PZN Code:
Pharma Zentral Nummer; Die PZN wird von der Informationsstelle für Arzneispezialitäten (www.ifaffm.de) vergeben und identifiziert eine Fertigarzneimittelpackung nach Warenzeichen, Stärke, Darreichungsform und Packungsgröße eindeutig.
Der Code PZN ist eine Untergruppe des Code 39 und wird immer 7-stellig verwendet: die 7. Ziffer stellt die => Prüfziffer dar. Als Startzeichen wird das Code39-Startzeichen "*" in Kombination mit "-" verwendet. Als Stoppzeichen wird nur das Zeichen "*" verwendet. Diese Start- und Stoppzeichen sowie die Buchstaben "PZN " werden bei der Erstellung des Code PZN nicht mit eingegeben, da sie fester Bestandteil der PZN sind. Die Buchstaben werden nicht codiert. Die => Prüfziffer wird nach => Modulo 11 berechnet; der Wert 10 als Prüfziffer ist nicht zulässig; eine Ziffernkombination, die diesen Wert ergäbe wird als Code PNZ nicht zugelassen. .

Zeichenvorrat des Code PNZ:
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 0

Rewinder:
Neudeutsch für Wiederaufwickelvorrichtung; viele => Thermotransferdrucker können ab Werk mit einem Wiederaufwickelvorrichtung ausgestattet werden. Alternativ dazu bietet sich der Einsatz von separaten Wiederaufwicklern an.

RFID:
Radio Frequency Idenfication; berührungsloses Identifizieren von entfernten Objekten oder/und Personen. RFID Technologie erlaubt nicht nur das Lesen von Informationen eines einmal beschriebenen Datenträgers (wie z.B. bei Barcodes), sondern auch das neu Beschreiben des Datenträgers.

Roaming:
Bewegen eines Funkscanners zwischen verschiedenen Funkzellen. Größere => Breitband-Funknetze verwenden mehrere => Access Points. Jeder dieser Acess Points stellt eine Funkzelle dar. Ziel jedes Netzes ist eine für den Anwendungsbereich flächendeckende Funkausleuchtung, die es dem Anwender ermöglicht sich mit seinem Scanner frei im Versorgungsraum zu bewegen ohne den Funkkontakt zum Funknetz zu verlieren.

Ruhezone:
Ein unbedruckter (heller) Bereich vor und nach dem ersten und letzen Elements eines Barcodes (=> Start- und Stoppzeichen). Die Ruhezone ist bei Barcode zwingend notwendig, damit der Barcodeleser des Codebeginn als solchen überhaupt erkennen kann. Als Faustregel gilt, dass die Ruhezone min. 3 mm breit sein sollte.

Schmalbandfunk (= Narrow Band):
Für Schmalbandfunk wird hauptsächlich die Frequenz 433 MHz ISM-Band benutzt. Die Nutzdatenrate beträgt ca. 1,3 kbyte/sek. Schmalbandfunk im 433 MHz Frequenzbereich ist nicht gebührenpflichtig. 433 MHz Funkscanner nutzen Schmalbandfunk, um erfasste Daten kabellos an eine entsprechende Empfangsstation zu senden. Diese ist entweder direkt an einen PC oder Terminal angeschlossen oder direkt in ein => LAN integriert. Der Schmalband-Funk ist vergleichbar mit dem herkömmlichen Rundfunk. Sender und Empfänger sind auf die gleiche Frequenz abgestimmt; Sichtverbindung ist nicht notwendig. In der Praxis werden Reichweiten um 100 m zwischen Scanner und Empfangsstation erreicht; dieses hängt jedoch sehr stark von der jeweiligen Arbeitsumgebung ab.

Schutzklasse: Siehe IPxy

Selbstüberprüfender Code:
Barcode, der entsprechend seines Aufbaus und eines vorgegebenen Algorithmus die Überprüfung jedes Zeichens zuläßt. Der Prüfalgorithmus erkennt jedoch nur EINE Veränderung innerhalb eines Zeichens; treten zwei oder mehr Veränderungen auf, so kann es zu => Substitutionsfehler kommen.

Start- und Stopzeichen:
Jeder Barcode beginnt und endet mit einem Start- und Stopzeichen. Diese Zeichen werden automatisch bei der Barcodeerstellung zu den Nutzzeichen zugefügt. Sie ermöglichen dem Barcodeleser die Erkennung eines Barcode(typ)s und definieren die Leserichtung.

Substitutionsfehler:
Ein Substitutionsfehler entsteht, wenn in einem Barcode zwei gegensätzliche Veränderungen auftreten. Diese Veränderungen führen dazu, dass ein Zeichen eines Barcodes falsch interpretiert wird. Der Scanner wird den Barcode mit einem GOOD READ quittieren, falls der Code ohne => Prüfziffer verwendet wird. Eine Prüfzifferberechnung führt dazu, dass das falsch interpretierte Zeichen - obwohl als Zeichen erkannt - tatsächlich als Fehllesung erkannt wird.

Thermodirekt Etiketten:
Thermodirekt Etiketten sind für weniger anspruchsvolle Anwendungen hinsichtlich Beständigkeit des Drucks geeignet. Da zum Druck KEIN Farbband notwendig ist, sind Thermodirektmaterialien oftmals eine sehr preisgünstige Lösung.
Thermodirektmaterialien werden je nach Anwendung in drei Qualitätsgruppen eingeteilt: THERMO-ECO // THERMO-SEMI // THERMO-TOP.
THERMO-ECO für einfache, kurzzeitige Anwendungen (z.B. BON Druck)
THERMO-SEMI Material verfügt über eine Sperrschicht zwischen Kleber und Obermaterial (exemplarischer Einsatz z.B. Feuchtraumanwendungen)
THERMO-TOP Material verfügt über eine zusätzliche Sperrschicht an der Oberfläche (exemplarischer Einsatz z.B. Tiefkühlanwendungen)

UPC:
Abkürzung für Universal Product Code; einheitliche Artikelnummerierungslogik in Nordamerika; entspricht bis auf eine Stelle dem 13stelligen => Code EAN 13.

USD:
Abkürzung für Uniform Symbol Description;
USD-1=> Code Interleaved 2/5
USD-2=> Code 39 (reduzierter Zeichensatz)
USD-3=> Code 39 (Full ASCII)
USD-4=> CODABAR
USD-6=> Code 128 (Typ b)

ZBI: Abkürzung für Zebra Basic Interpreter; Erweiterte Programmiersprache für Zebra Drucker, die über ähnliche Fähigkeiten verfügt wie => FINGERPRINT.